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2 Jahre kleines Liebchen

12. November 2009

Als das kleine Liebchen vor zwei Jahren und ein paar Tagen zu uns kam, da war unser Glück perfekt. Endlich hielt ich dieses kleine Wesen im Arm, das so perfekt aussah. Als sie gleich in der ersten Nacht überwacht werden musste, weil die Ärztin ein seltsames Rauschen neben dem Herzgeräusch gehört hatte, war ich dennoch ganz ruhig und gelassen. In mir drin wusste ich einfach, dass es der kleinen Maus gut gehen wird. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl kam. Es war ein in mir Ruhen. Und ich war so glücklich. Am nächsten Tag folgten noch einige Untersuchungen mit der Kleinen, dann durfte ich sie mit auf die normale Station nehmen. Sie war so ruhig, hat eigentlich nicht wirklich geschrien, von Anfang an durchgeschlafen. Ihre großen Schwestern haben sich erst einmal beschwert, dass sie doch eigentlich einen kleinen Bruder hätten haben wollen. Aber dann waren sie hin und weg und knuddelten was das Zeug hielt.

Zu Hause mit dem kleinen Liebchen angekommen kam nicht das befürchtete Chaos auf. Klar war es turbulent, wenn die beiden Großen wie zwei Gummibälle aufgeregt durch die Wohnung schnipsten, aber es war schön. Es war irgendwie friedlich. Dieses Baby war so ruhig und so gelassen. Unkompliziert und mit sich und der Welt zufrieden. Das fand ich so toll! Ich kam gut klar mit den 3 kindern. Sicher gab es Momente in denen ich mal nicht mehr konnte und abends total geschafft auf der Couch zusammengebrochen bin, aber es lief. Alles ging seinen Gang.

Das kleine Liebchen wurde größer und größer. Es entwickelte sich prächtig dieses kleine süße Knuddelbaby, das eigentlich gar nicht lange klein blieb, sondern dessen größtes Hobby es zu sein schien möglichst schnell zu wachsen und seine nächstgrößere Schwester einzuholen. Sie lernte schnell sich auf den Bauch zu drehen. Mit dem Krabbeln und dem Laufen ließ sie es im Vergleich zu ihren älteren Schwestern ein bisschen ruhiger angehen, aber pünktlich zu ihrem ersten Geburtstag wagte sie die ersten Schritte ganz allein.

Bis sie ein halbes Jahr alt war, hat sie quasi jeden Tag mit mir in der Cafeteria gefrühstückt, weshalb ihr erste Worte Eis und Autosü (Autoschlüssel) waren. Ihr „Kumpel“ war auch oft mit von der Partie. Sie hat auch zeitig die Bibliothek kennengelernt, denn ihre ungeduldige Mama musste unbedingt schon mit der literaturrecherche für die Diplomarbeit anfangen bevor es einen Krippenplatz gab. Bis sie den bekam, durfte ich sie zweimal in der Woche für jeweils zwei Stunden als Gastkind abgeben. Ich habe diese Stunden immer möglichst effektiv zum recherchieren genutzt. Das kleine Liebchen hatte keinerlei Eingewöhnungsschwierigkeiten und war sofort jedem gegenüber aufgeschlossen. Noch heute kuschelt sie mal ganz spontan mit anderen Mamas, fällt ihnen in die Arme, wenn ihr gerade danach ist.

Mit dem Sprechen hatte es das kleine Liebchen nicht so. Zwar konnte sie zeitig schwere Wörter aussprechen, aber dann beschränkte sie sich auf das nötigste: Mama, mehr, auch, nein. Vor drei Monaten dann platzte ein Knoten und die kleine Maus erzählt begeistert davon in der Krippe gemalt zu haben oder, dass es Kuchen gab. Sie sagt oft und gern Danke und Nein, will nicht!

Sie mag kleinere Kinder und Babies genauso wie sie es bei ihren Schwestern sieht. Und sie hat auch unheimlich gut gelernt zu teilen. Logisch kam sie irgendwann darauf, dass sie auch mal nein sagen kann und nicht immer alles hergeben muss, aber sie lässt mit sich verhandeln und tauscht auch gern mal oder überlässt Dinge für eine bestimmte Zeit einer ihrer Schwestern. Das finde ich toll. Natürlich hat sie sich auch das Trotzen und sich quer stellen schnell von ihren Vorbildern aubgeschaut, aber beim dritten Kind kann ich darauf sehr viel gelassener reagieren. Ich weiß das ALLES eine Phase ist. Diese Erkenntnis nicht nur zu kennen sondern auch anzunehmen und zu verinnerlichen dauerte bei mir eine Weile. Und so kommt das kleine Liebchen öfter in den Genuss sein Trotzen völliger Gelassenheit entgegenzuschleudern und schließlich aufzugeben. (Das ist zwar eine beschönigte Umschreibung, aber sie gefällt mir 😉 )

Meine kleinste Maus ließ sich immer problemlos ins Bett bringen und machte selten irgendwelche Anstalten wieder aufzustehen. Das liegt sicher zum einen an ihrem Wesen und zum anderen daran, dass ich gar keine Zeit gehabt hätte sie fünfmal ins Bett zu bringen. Sie musste einfach akzeptieren, dass jetzt geschlafen wird und gut. Mittlerweile lese ich ihr abends ein Buch vor und singe ein Schlaflied oder auch mal etwas modernes in fünfacher Wiederholung. Dabei halte ich sie die ganze Zeit im Arm und genieße diese Zeit ganz allein mit ihr. Wenn ich sie ins Bett lege, küsse ich sie noch ein paar mal und wünsche ihr süße Träume und sage ihr, dass ich sie lieb habe. Diese kleine Süße Maus mit ihrem niedlichen abstehenden Ohren und dem verschmitzten Lächeln! Auf der einen Seite fällt es mir leichter sie loszulassen als es mir bei der Großen gefallen ist, auf der anderen Seite behandele ich sie noch beschützender. Ich mache mir keine Gedanken ihr den Schnuller oder die Windeln abzugewöhnen. Ich sehe einfach was wann kommt. Groß werden sie alle. und zwar schnell genug.

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