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4 Jahre Mausi

20. November 2009

Mausi. Die kleine verrückte Mausi. Das Prinzesschen, das von Anfang an wusste, dass sie mal ein kompliziertes Mittelkind wird. Dieses Vorurteil muss schließlich gut gepflegt werden.

Am Anfang nannte ich dich Wirschi, weil du immer so rumgewirscht (Ja, wir Sachsen haben schon seltsame Wörter) hast. Schon im Krankenhaus hast du mich auf Trab gehalten, weil du nicht einschlafen konntest, wenn ich dich nicht getragen habe. Ein Schleppkind, das auch noch ständig an meiner Brust hing und mir einiges abverlangt hat. Du hast den Lautstärkepegel in unserer Familie ganz schön in die Höhe getrieben, die ganze Einrichtung unsicher gemacht, dich mit nicht einmal sechs Monaten krabbelnd durch die Welt bewegt. Dank dir haben wir einen Fernsehschrank gekauft, in dem wir die ganzen DVDs und Spiele verstecken konnte, die du wieder und wieder im gesamten Wohnzimmer verteilt hast. Mit 10 Monaten ging es für dich dann aufrecht durch die Welt. Du bist zwar laufend gestürzt, aber das hat dich nicht die Bohne interessiert. Dein Kopf sah aus, als würden wir dich misshandeln. Übersäht mit blauen Flecken. Wenn ich mit dir unterwegs war, hast du jeden angelächelt und warst immer aufgeschlossen und einfach nur glücklich. Alle sind bei deinem Lächeln dahin geschmolzen. Dass du zu Hause ein kleiner Teufel sein konntest und immer noch gern bist, konnte sich keiner so recht vorstellen. In dieser Zeit nannten wir dich dann Jack Jack. Weil du genauso verrückt warst wie dieses kleine Ding:

In den folgenden Jahren hast du uns ebenso auf Trab gehalten. Mit dem Durchschlafen hast du es bis heute nicht so. Bei dir sind Phasen ständig wiederkehrend und eine genehmigte Ausnahme setzt einen ganzen Katalog an Regeln außer Kraft. Du machst schnell einen Riesenaufstand und kannst deinen zuckersüßen Blick immer noch hervorragend einsetzen. Aber was ich immer ganz besonders faszinierend fand, war das schnelle Umschwenken von Weltuntergangsstimmung, die bei einem Verbot aufkam, zum gelassenen OK deinerseits. Du kannst mich so tierisch schnell auf die Palme bringen und bist doch so stürmisch und verrückt mit deinen Liebesbekundungen. Du lässt dir die besten Komplimente einfallen und kannst lauter wiehern als ein echtes Pferd. Du kannst mit geschlossenen Augen und ohne Geräusche zu machen in mein Bett schleichen. Du zauberst im Handumdrehen ein Lächeln auf jedes Gesicht. Du kannst verdammt wütend werden. Du rastet gern aus, auch wenn man eigentlich das erhoffte ja gesagt hat. Du hörst prinzipiell erst einmal nein. Über irgendetwas musst du dich schließlich immer aufregen 😉 Du bist verrückt nach langen Haaren und hast es mir drei Monate sehr übel genommen, dass ich meine abschneiden ließ. Du brauchst sehr viel Zärtlichkeit und Körperkontakt. Das hat sich in den vier Jahren, die du bei uns bist, nicht geändert. Du bist meine verrückte kleine Mausi, die uns immer überrascht hat und ohne die das Leben ganz schön langweilig wäre. Ich hab dich so wahnsinnig lieb. Ich hör dir so gern zu, wenn du singst. Ich mag es, wenn du deine Hände in meine legst.

Auch wenn es oft anstrengend für uns ist, geh weiter so stürmisch und aufgeschlossen durchs Leben. Geh auf jeden und alles zu und lass dich nicht beirren. Bleib einfach so wild und verrückt! Wir haben dich lieb. Bis zum Mond und wieder zurück!

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One Comment leave one →
  1. 26. November 2009 00:09

    Einen herzlichen Glückwunsch nachträglich für mein Exwichtelkind 🙂

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