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Was mich zu Hause erwartet hat

26. November 2009

Nach der Arbeit, die mich derzeit super ablenkt, denn ich presche voran wie es eben geht und bleibe so lange im Büro oder im Labor wie nur möglich (gut ich gebe zu total chaotisch und unkoordiniert zu sein, aber man kann nicht alles haben), stieg ich ins Auto und war sofort den Tränen nahe. Ich freute mich auf die Kinder, aber hatte auch Angst vor dem was zu Hause wartet und ein schlechtes Gewissen so lange einfach weg gewesen zu sein. Ich erschrecke manchmal vor mir selbst, wenn ich das Bedürfnis habe einfach weiter so weg zu sein von all dem. Eine Mutter sollte es doch immer zu ihren Kindern ziehen. Das tut es auch. Aber das Gefühl des Allein sein wollens ist sehr stark. Im Kindergarten war es seltsam. Ich hatte erwartet, dass mir die Mädels um den Hals fallen und sich freuen mich wieder zu sehen. Das machen sie sonst immer. Stattdessen Beschwerden, sie wären doch heute mit einer Freundin noch zum spielen verabredet und die Kleinste hat mich nur böse angesehen. Ich hab mich gewundert und war ein bisschen enttäuscht. Doch nach ein paar Minuten war alles wie immer. Geknuddel und Geknutsche. Die beiden Großen sind dann wirklich noch zu einer Freundin mitgegangen. Ich habe derweil die kleinste Knuddelmaus betütelt und erstaunt festgestellt, dass die Wohnung ganz ok aussieht. Mit allen drei Mädels wieder zu Hause zu sein war auch wie immer. In den drei Tagen ohne mich, scheinen sie mich nicht allzu sehr vermisst zu haben. Das ist gut. Die Kleinste spricht nach dieser kurzen Zeit noch besser. Schön!

Nun habe ich sie also alle ins Bett verfrachtet und bringe den Haushalt noch ein bisschen auf Vordermann. Und ich genieße die Zeit hier allein, ohne den Ehemann. Ich bin wieder hier, in meinem Haushalt, meiner Wohnung, meiner Hausarbeit. Ich fühle mich müde und werde doch noch zwei Stunden hier rumwirbeln und dies und das aufräumen, erledigen, beseitigen. Ich werde mich auf die Couch legen, total geschafft einschlafen und mich morgen wieder von dem Strudel des Mamaseins mitreißen lassen. Wie immer.

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3 Kommentare leave one →
  1. 26. November 2009 23:10

    Es liest sich so, als läge ein tonnenschwerer Brocken auf dir. Ich denk an dich.

  2. mairym permalink
    26. November 2009 23:25

    und er? ist weg? bleibt weg?

  3. 27. November 2009 16:00

    @kassiopeia: Ja, so ähnlich fühlt sich das an.
    @mairym: Nee, er ist nicht weg. Aber gestern hab ich ihn nicht mehr gesehen. Mal sehen wie es heute Abend wird.

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