Skip to content

Geschlafen

7. Januar 2010

Ich habe in der letzten Nacht 10 Stunden geschlafen. Und ich kann guten Gewissens sagen: Es hat mir überhaupt nicht gut getan! Ich fühl mich bescheiden, meine Augen sehen aus als hätte ich die halbe Nacht geheult und gesoffen und ich bin müde. Das war quasi doppelt so viel Schlaf wie sonst, wenn nicht gar mehr. Dazu kommt noch, dass ich das wichtigste Ritual um mich zu beruhigen und wieder runterzukommen, wenn es mir mal nicht gut geht oder meine Nerven flattern, abgeschafft habe. Vor über 48 Stunden.

Als ich gestern mit der Arbeit fertig war und nach Hause gehen wollte, war ich plötzlich fix und alle. Ich bin so angespannt, wenn ich nach Hause muss, wo der Nochmann sitzt. Und das macht mich traurig, das macht mir ein schlechtes Gewissen. Ich vergrabe mich lieber in der Arbeit oder flüchte, als dass ich bei meinen Kindern sein will. Und das alles nur, weil der Nochmann immer mit dabei ist. Und ich weiß auch gar nicht, warum ich plötzlich wieder so fertig bin. So ein bisschen labil heute, gestern, vorgestern. Ich kann doch nicht alles auf den Zigarettenentzug schieben. Vielleicht ist es auch nicht der beste Zeitpunkt aufzuhören, weil die Lebensumstände ja nicht gerade die entspanntesten sind im Moment. Ich habe gestern auf dem Nachhauseweg geweint, als ich der Kleinsten den Schlafanzug angezogen habe, ihr ein Lied vorgesungen habe, als ich dem Prinzesschen ein Märchen vorgelesen habe (dafür war sie aber mal wie ein Engel, wenigstens etwas), als ich mich hingelegt habe um mal ganz kurz zu schlafen, schließlich wollte ich noch viel erledigen (musste ich, eigentlich). Nun aus dem kurzen Schlaf wurden 10 Stunden. Ich habe mein Handy überhört, dass ich mir extra gestellt hatte. Ich habe nichts mehr mitgekriegt. Weg.

Irgendwie habe ich mich zwar daran gewöhnt, warten zu müssen. Warten auf die endgültige räumliche Trennung. Aber ich merke wie meine Kraft langsam weniger wird. Auf den letzten Metern fällt es mir schwer, die Situation zu Hause als gegeben hinzunehmen. Ich will am liebsten alles ganz schnell verändern und gleichzeitig den Kopf in den Sand stecken und nichts mehr sehen. Ich bin jetzt einfach schrecklich angespannt. Um mich herum passieren einfach so viele seltsame, verdrehte, bedrückende Dinge, dass ich langsam ein bisschen abdrehe. Innerliche breche ich regelmäßig zusammen, aber für die Mädels bin ich da so gut es geht. Gestern haben wir zusammen Pizza gebacken. Das war schön, aber wir haben sie alle zusammen (mit Nochmann gegessen) und das … Naja, hab es nun schon zur Genüge ausgebreitet. Ich will einfach mal wieder entspannt sein. Und zwar nicht nur, wenn ich bei IHM bin sondern auch zu Hause. Mein Vorsatz für das neue Jahr könnte also lauten: Normal bleiben!

Advertisements
One Comment leave one →
  1. mairym permalink
    7. Januar 2010 13:47

    ach mensch… ich denke an dich! *drück*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: