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Ausbruch

30. März 2010

Als ich ihren Artikel las, da fiel mir sofort folgendes wieder ein:

Gestern Abend als die Kinder im Bett waren, da wollte ich nur noch Ruhe für mich. Nur mal 20 Minuten Stille und Ruhe um mich herum. Als nach einer viertel Stunde die Mittlere ins Wohnzimmer geschlichen kam, da musste ich mich echt zusammen reißen. Ich musste meine Gelassenheit erzwingen. Und so saß ich dann am Bett dieses Kindes, dass schon wieder anfangen wollte zu schreien und sich darüber lauthals zu beschweren, dass es doch in meinem Bett schlafe wolle. Ich saß da, streichelte ihren Rücken, versuchte nicht an die Decke zu gehen und weinte. Ich weinte still und leise vor mich hin, weil es manchmal so viel Kraft kostet gelassen zu bleiben. Und auch, weil ich weiß, dass mir die Gelassenheit in letzter Zeit viel zu oft verloren gegangen war. Und weil es alles nicht immer einfach ist für die Kinder.Und ich weinte auch, weil ich daran denken musste, dass die Kleinste vorgestern nur mit sehr viel Glück unversehrt geblieben ist. Dass sie hätte von einem Auto erfasst werden können. Und was dann? Ich werd manchmal so wütend auf die Kinder und ich ärgere mich darüber. Ich sollte dankbar sein, so tolle Kinder zu haben und sollte mich nicht so fertig machen, wenn mal nicht alles nach Plan läuft. Mein Verständnis für ihre kleinen und großen Sorgen sollte wieder mehr werden.

Ich fülle mir den Tag mit Terminen. Immer. Bis unter die Decke. Es fällt mir äußerst schwer einfach nur in den Tag hinein zu leben. Ab und an gelingt mir das. Und wenn nicht, dann ist es eben abends oft so, dass der Akku leer ist. Und wenn dann noch so ein Haufen mit unerledigten Aufgaben vor mir liegt, ich damit die Kinder verrückt mache und sie dadurch nicht zur Ruhe kommen, dann kommt es schon mal vor, dass ich die Fassung verliere. Dann muss ich aus dem Zimmer gehen. Dann weine ich und könnte mir selbst in den A… beißen, weil ich meine Fehler kenne, es aber trotzdem nicht schaffe sie auszumerzen.

Wenn ich dann geweint habe und meine Tränen getrocknet sind, dann geht es mir besser. Dann kann ich über mich nur lachen, was das denn jetzt war. Aber manchmal da kommt einfach so ein kleines Loch um die Ecke und natürlich falle ich hinein.

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One Comment leave one →
  1. 30. März 2010 21:57

    So geht es wohl den meisten von uns: Wir wollen das Beste geben für unsere Kinder, doch so oft machen uns die Belastungen des Alltags einen dicken Strich durch die Rechnung. Ich kann dann nur immer wieder die Kinder um Verzeihung bitten und ihnen erklären, dass ich leider auch nur ein Mensch bin, der hin und wieder einfach genug hat.

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