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stehend schlafen

27. April 2010

Ich weiß nicht, ob der Sonnenwind ungünstig weht, aber ich könnte stehender Weise einschlafen. In den letzten zwei Nächten habe ich es auf 19 Stunden Schlaf gebracht und dafür brauche ich sonst mindesetens vier Nächte und nix ist besser. Auf Arbeit habe ich es zumindest geschafft mal meine alten Versuche auf einem liderlichen DIN-A4 Zettel übersichtlich zu gliedern um mehr Klarheit ob der zukünftigen Versuche zu gewinnen, aber das war es im Großen und ganzen. Ich möchte mich einfach nur ins Bett legen… Dabei gäbe es genug zu tun. Ich habe noch nicht einmal den Koffer wieder richtig ausgepackt. Naja, zumindest die hochprozentigen Mitbringsel habe ich schon fein säuberlich auf dem obersten Küchenschrank in Reih und Glied gebracht, den geräucherten Käse und den getrockneten Fisch mit den Kindern schon zu einem Großteil niedergemacht und die schmutzige Wäsche in die Waschmaschine geschoben, aber sonst. Nichts! Das Geburtstagsgeschenk für IHN ist immer noch nicht fertig und angesichts des heutigen Championsleaguespiels sehe ich da auch weiterhin schwarz. Vielleicht hilft es, wenn ich heute Nacht mal nur 5 Stunden schlafe. So wie gewöhnlich. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur alt geworden. So alt, dass ich die Exzesse mit unseren russischen Freunden nicht mehr so einfach wegstecke? Mmh, vielleicht. Aber schön war es trotzdem. Und ich bin von mir selbst überrascht wie wenig ich mich doch in den letzten 10-12 Jahren geändert habe. Gut ein bisschen mehr Vernunft hat schon eingesetzt, aber meine gesellige seite, die Feiern und Übertreibungen liebt ist nach wie vor sehr agil. Sozusagen. Ja, genau.

Ach, mein Hirn produziert nur noch verschwurbeltes Zeuchs. Vielleicht ist das auch so was wie eine Weigerung in den altbekannten Alltag zurückzukehren. Trotz des neuen Rekords in Sachen Schlafdefizit, den ich anno dazumal noch nicht einmal mit Säugling zustande gebracht habe, war diese Reise einfach geil ohne Ende (das drückt es einfach aus). Ich mag St. Petersburg,

  • seine Sehenswürdigkeiten,
  • das Essen,
  • das Trinken,
  • die Clubs,
  • die Metro,
  • die Pärchen, die sich ständig küssen und auf der Rolltreppe immer zueinandergewandt stehen,
  • die seltsamen Typen des Nächtens,
  • die Art wie die Menschen ernst aneinander vorbei sehen,
  • Piroggen,
  • Blini,
  • meterlange Regale voll Wodka,
  • Syr,
  • getrockneten Fisch,
  • russische Trinksprüche (Mögen unsere Wünsche nie unsere Möglichkeiten übersteigen!),
  • russische Punks,
  • kyrillische Schrift,
  • die Art zu sprechen und so weiter und so fort.

Vielleicht ist das auch der zu spät einsetzende Kulturschock, der mich so ermattet. Wir werden sehen wie es mir morgen so ergeht. Heute werde ich mich mit den Mädels aufs Sofa fletzen und von der St. Petersburger Metro erzählen, oder so 😉

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One Comment leave one →
  1. geologenkinder permalink
    29. April 2010 06:06

    Hmmmm der geräucherte Käse und dazu hochprozentiges…hmmmm.
    Nächstes Jahr möchte ich bitte auch noch Student sein und wieder mitfahren, St. Petersburg ist toll!

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