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Kopfnoten

21. September 2012

In der Schule erhalten die Kinder ja nicht nur Noten in Mathematik, Deutsch, Sport usw., sondern auch die „weichen“ Kopfnoten. Zum Elternabend wurde ein Blatt mit Definitionen ausgehändigt, in denen die Kopfnoten bzw. was genau in sie einfließt näher benannt sind. Bitte sehr:

„Betragen: Betragen umfasst Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage und angemessener Umgang mit Konflikten, (Hier mal eine kleine Anmerkung von mir. Mir ist schon in der anderen Schule aufgefallen, dass die Deutschlehrer und ihre Fähigkeiten heute auch nicht mehr sind, was sie mal waren. Ich denke, es sollte … und angemesseneN Umgang… heißen.) Rücksichtnahme und Toleranz und Gemeinsinn, Selbsteinschätzung.

Fleiß: Fleiß umfasst Lernbereitschaft, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Regelmäßigkeit beim Erfüllen von Aufgaben.

Mitarbeit: Mitarbeit umfasst Initiative, Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit, Beteiligung am Unterricht, Selbständigkeit, Kreativität, Verantwortungsbereitschaft.

Ordnung: Ordnung umfasst Sorgfalt, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Einhaltung von Regeln und Absprachen, Bereithalten notwendiger Unterrichtsmaterialien.“

That’s it! Ich frage mich, wie dann ein Kind aussieht, dass in ALLEN Kopfnoten eine 1 erhält!?! (Ich hatte die übrigens immer und finde es erschreckend, dass ich SO ein Streber gewesen sein soll.)

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Neues?

19. September 2012

Neues!

  • das neue Schulkind macht sich gar prächtig in der Schule, hat keine Sorgen oder Wünsche und ist nur „manchmal“ ein „bisschen“ aufgeregt am Morgen
  • die Große hat sich auch in ihren Schulalltag mit der neuen Klassenlehrerin eingefunden und macht (bis jetzt) ganz fleißig deren Zusatzaufgaben
  • es hat sich herausgestellt, dass zwei getrennte Schulen für die beiden großen Damen sehr praktisch hinsichtlich ihres Konkurrenz- und „Revier-„verhaltens sind. Allerdings kam es direkt zu einem Elternabend-termin-konflikt. Beide exakt zur selben Zeit.
  • es hat sich auch herausgestellt, dass es dem Nesthäkchen a.D. sehr gut tut, den Kindergarten nun ganz für sich allein okkupieren zu können
  • der kleine Knubbel plappert derweil schon ganz viel, lacht, lutscht an den kleinen Fäustchen, ist tagsüber gaaanz viel wach und verweigert den Schnuller, was natürlich zur Folge hat, dass sie sich in den Schlaf schreit. Zum Glück nicht immer 🙂 Außerdem lässt sie sich ganz wunderbar abknutschen und rumschleppen!
  • aus den Tiefen meiner Gedanken schwappt des öfteren schon die Erkenntnis, dass das reine Hausfrauendasein nichts für mich wäre, darum war ich auch schon ab und zu auf Arbeit 😉
  • wir schaffen es fast ohne Bus auszukommen, außer an Dienstagen und Freitagen. Da werden die beiden großen Sportlerinnen zum Hockey und zur Leichtathletik gekarrt. (Wir scheinen das Voltigieren los zu sein, puh!) Der kleine Knubbel schreit dann im Auto Zeter und Mordio, wenn es während ihrer eigentlichen Zubettgehzeit wieder auf die Einsammelrunde geht.
  • und irgendwo zwischen der ganzen Hausarbeit, Arbeit, Schule, Kindergarten, Sportvereine und Musikschulen schaffen wir es sogar zweimal in einer Woche abends Besuch zu empfangen und zu Geburtstagsfeiern oder Turnieren oder noch schlimmer Auftritten zu kutschen. Muss sich gerade irgendwo ein Wurmloch aufgetan haben, dass uns in eine Dimension mit einem 32 Stunden Tag katapultiert hat.

Das Nesthäkchen a.D.

5. September 2012

Einen neuen Namen für das ehemalige Nesthäkchen zu finden, ist nicht leicht. Es ist jetzt einfach ein Nesthäkchen a.D.. Das beschreibt es einfach am besten. Sie hat schon mächtig damit zu kämpfen nicht mer die kleinste im Bunde zu sein. Sie ist zwar auch begeistert von ihrer kleinen Schwester, möchte sie halten, knuddeln und küssen, aber sie schimpft auch oft, das Baby solle aufhören so laut zu weinen. Sie ist ungestümer als sonst, haut auch mal um sich und beschimpft mich. Sie verfällt in Babysprache und blödelt sehr viel mehr als sonst. Eigentlich kann sie auch weiterhin toll allein spielen, malen usw., aber von einem Moment auf den anderen wird sie plötzlich wild, laut, frech. Als wolle sie verhindern, vergessen zu werden. Dabei bemühen wir uns wirklich, das keiner zu kurz kommt. Jedes Kind hat mich auch mal ganz für sich allein. Möglichst einmal am Tag, aber wenn zum Beispiel das Nesthäkchen a.D. besonders viel einfordert und ständig dazwischenfunkt, wenn es gerade mal nicht geht, dann zehrt das an meinen Nerven. Es kostet mich auch viel Kraft ruhig zu bleiben. Das klappt natürlich nicht immer und so kann ich schon mal mächtig schimpfen. Hinterher frage ich mich dann schon oft, ob das jetzt vermeidbar gewesen wäre oder wie ich die Situation anders in den Griff hätte kriegen können. Nunja, man kann die Zeit aber nicht zurückdrehen.

Für das Nesthäkchen gab es in diesem Sommer eine Menge Umbrüche. Die nächstgrößere Schwester kam in die Schule. Damit einher gingen ein Riesenspektakel bei der Verabschiedung aus dem Kindergarten und ein gebührender Schulanfang mit viel Tamtam und Geschenken (nicht nur für den Schulanfänger). Aber der größere Umbruch war sicher die Geburt unserer Kleinsten. Dazu kam jetzt noch der aufregende Urlaub. Selbst wir Erwachsenen haben an all diesen Umstellungen und Aufregungen zu knabbern. Mir stehen schon wieder die Tränen in den Augen, wenn ich an diese Nacht mit dem Hornissenstich denke. Als mich diese erschrockenen, großen Augen aus dem kleinen geschwollenen Gesicht ansahen und ich wusste, dass jetzt alles ganz schnell gehen muss. Wie du immer schwächer wurdest und schließlich, als der Notarzt dir schon einige Medikament gespritzt hatte, doch noch zusammengebrochen bist. Wir haben schon enormes Glück gehabt. Ein besonders wachsamer Schutzengel war in dieser Nacht bei uns. Und trotz dieses Schocks ist sie wieder ganz der kleine Trotzkopf. Ich weiß nicht, wie sehr sie diese Erfahrung beschäftigt. Als so kleines Kind auf die Intensivstation zu kommen, dann auch noch ohne Mama (mit so kleinem Baby war es mir weder erlaubt im Krankenwagen mitzufahren noch im Krankenhaus mit zu übernachten), ist sicher nicht ohne. Zum Glück durfte sie nach 36 Stunden das Krankenhaus wieder verlassen und wir waren bis dahin abwechselnd immer bei ihr. Trotzdem. Diese Sache wird auch ihren Teil beigetragen haben. Ein weiterer Punkt ist, dass eine sehr gute Freundin den Kindergarten verlassen hat und weggezogen ist. Zur Verabschiedung fehlte die Zeit, denn wir waren im Urlaub.

Nun hoffe ich einfach auf die Zeit, darauf, dass weniger Hektik den Alltag bestimmt und das Nesthäkchen a.D. langsam merkt, dass es nicht wirklich vom Tron gestoßen wurde, sondern immer noch genausoviel Zuwendung erhält, dass es nicht schlimm ist, größer zu werden und gleichzeitig kleiner als die großen Schwestern zu sein, dass es nicht weh tut sich an Regeln zu halten, dass man nicht immer laut und wild sein muss, dass alles seinen Gang geht!

Wir sind noch alle da

4. September 2012

… und wuseln so vor uns hin. Nach einer schönen Kennenlernzeit fing der Trubel schon wieder an: Kitaanmeldung, Vorbereitungen für den Urlaub und den Schulanfang und so weiter. Der Abschied des Prinzesschens aus der Kita, die Verabschiedung der Lehrerin der Großen, Geburtstage, Schulalltag, Vereinsleben; alles das hat uns mächtig auf Trab gehalten.

Der zweiwöchige Urlaub in den letzten Ferienwochen startete mit einem Kurztrip an die Nordsee, wo wir in Varel zu einer wunderschönen Hochzeit geladen waren. Das Nesthäkchen a.D. hatte auch noch Zeit sich einmal richtig im Schlamm des Watts zu suhlen. Nach drei Nächten ging es dann weiter in den Bayerischen Wald. Leider fehlte in der ersten Woche die Erholung. Das Nesthäkchen a.D. wurde in der zweiten Nacht von einer Hornisse gestochen und nun wissen wir ganz genau, was eine Anaphylaxie Grad IV ist. Gott sei Dank ist in Deutschland selbst auf dem abgelegensten Berghof der Notarzt innerhalb von 10 Minuten zu Stelle. So lernten wir noch das Kinderkrankenhaus in Regensburg kennen. Als wir unsere Zweitjüngste dann  nach 2 Nächten einigermaßen gesund und munter wieder mitnehmen durften, kehrten wir wenige Stunden später mit der Großen wieder zurück, die sich auf der Rollstuhlfahrerrampe von Walhalla so dermaßen auf die… Knie, Hände und den großen Zeh gelegt hatte, dass professionelle Verarztung notwendig war. Die zweite Woche gestaltete sich deutlich angenehmer und so konnten wir alle gesund und munter zu Prinzesschens Schulanfangsfeier antreten.

Nun gibt es also ein Baby, ein Kindergartenkind, eine stolze Schulanfängerin und eine große Drittklässlerin in der Familie, desweiteren noch einen abwesenden, auf Tagung weilenden Herr im Haus und für mich morgens einen extralangen Spaziergang um alle an ihren Bestimmungsort zu verfrachten. Dieser Sommer war und ist aufregend!

Manchmal

6. Juli 2012

… könnt ich dich an die Wand werfen. So wie bei Froschkönig. Meine kleine Zicke. So wie heute Morgen als du im Park trotz meines Rufens unbedingt mit Sandalen und deinem Fahrrad in diese riesige Schlammpfütze abseits des Weges fahren musstest! Um die zu retten bzw. davon abzuhalten NOCH EINMAL dadurch zu stiefeln bin ich mit meinen Flip Flops natürlich auch da hinein gestiefelt. Schlammmatschegefühl zwischen den Zehen brauch ich morgens 7 Uhr eigentlich nicht. Hochschwanger erst recht nicht. Und dann bockst du noch ein bisschen, weil du nun schieben anstatt fahren sollst. Irgendwann trottest du erst schmollend, dann wieder frohen Mutes neben mir her. Das zeichnet dich auch aus, deine positive Einstellung. Auch wenn es eben noch ziemlich schlecht gelaufen ist, bist du im nächsten Moment wieder gut gelaunt und plapperst und plapperst. Es ist schön dir beim Erzählen zuzuhören. Du Feger! 🙂  Oft zeigst du auch vollen Körpereinsatz um anderem zum Beispiel eine kleine Spiel- oder auch „Kampf“szene nachzuerzählen. Das ist wahres Entertainment! Und da du nun bald nicht mehr das Nesthäkchen bist, muss ich dir einen anderen Namen suchen. Zumindest hier, in der Blogwelt. Mal sehen, was mir dazu so einfällt…

ET

6. Juli 2012

Ab jetzt ist alles egal 😉

Habe in aller früher der Hebamme eine SMS geschrieben: Hier ist alles ganz ruhig!

Um nun in eine besonders entspannte Wartezeit hineinzugleiten, habe ich mir zwei Krimis gekauft, werde ab und an Wäsche waschen um etwas zum Zusammenlegen zu haben und meinen dicken Bauch genießen. Ja, richtig gelesen. Genießen! Er ist zwar sehr sperrig, aber im Moment finde ich ihn sehr schön. Das wird er leer wohl nicht mehr bieten können. Darum heißt es nun noch dankbar sein, so einen schönen großen Bauch mit so wundervollem Inhalt vor mir her schleppen zu dürfen. Mal sehen, was drin ist!

ET -2

4. Juli 2012

Ich glaube, ich habe langsam keine Angst mehr. Ich genieße die Ruhe vor dem Sturm. Rede mit anderen Mamas quasi nur noch über Geburten, gut auch ein bisschen über die anderen Kinder, Schule, Sport, Schule und Essen. Was eben so wichtig ist als Hausfrau 🙂 Ich bin unglaublich gespannt auf das Baby. Was wird es wohl sein? Wie wird es wohl aussehen? Wird es ein ruhiges oder quirliges Baby? Will es viel getragen werden? Wird es inmitten seiner Geschwister die Ruhe selbst sein? Welche Haarfarbe hat es wohl? Wie wird seine Stimme klingen? Wie wird es riechen? Es fühlt sich ein bisschen so an als wäre ich sechs Jahre alt und Weihnachten steht vor der Tür. Wenn man die Wartezeit mit all der Vorfreude überstanden hat, wird man glücklich und zufrieden sein. Ja, das wünsche ich mir für den bevorstehenden besonderen Tag auch!